It\'s like there has never been a problem
I'm an author by birth. There's no choice in this matter.
"I shall wear necklaces and a white dress without sleeves at night. There will be parties in brilliant rooms; and one man will single me out and will tell me what he has told no other person. He will find in me some quality, some peculiar thing. But I do not want to be fixed, to be pinioned. I tremble, I quiver, like the leaf in the hedge, as I sit dangling my feet, on the edge of the bed, with a new day to break open. I have fifty years, I have sixty years to spend. I have not yet broken into my hoard. This is the beginning." - Virginia Woolf, The Waves
Back in NSW :)

Victoria begrüßt sie an jenem Morgen mit blauem Himmel und Sonnenschein. Die Wut darüber, dass die Küche geschlossen ist vergessen ihre Reisebegleiter und sie bereits mit dem ersten Schluck Kaffee. Es ist leichter. Jetzt. Die Sache mit dem bewegen und atmen. Für sie ist es, als hätte Tasmanien einen Knoten zum Platzen gebracht. Es ist schwer Worte zu finden, die es beschreiben, aber sie weiß, wie es sich anfühlt und mehr ist nicht nötig. Im Moment.

Der Kulturschock von Tasmanien zu Melbourne hat sie beinahe in den Wahnsinn getrieben, aber nun sind sie unterwegs zu einem Ort den sie kennen und an dem sie eigene Zimmer haben.

Die Busfahrt ist lang und entspannend. Ihr Geist ist irgendwo zwischen Schlafen und Wachsein gefangen, driftet in und aus der Bewusstlosigkeit heraus. Ein Gefühl, das sie kennt und liebt – wenn der Körper sich entspannt und sie lediglich darüber nachdenkt was sie als nächstes tun wird – tun will.

Die Ankunft – 45 Minuten zu spät – reißt ihnen allen beinahe den Boden unter den Füßen weg. Es ist heiß und Kleidung und Haare kleben wie eine zweite Haut an ihren Körpern. Die Luft ist klar und das Gefühl der Sonne auf ihren Gesichtern befreiender, als sie es je für möglich gehalten hat. Roger ist da und in Orten wie Tilba verändert sich sowieso nie etwas.

Da sind fremde Menschen an einem bekannten Ort. Tanmaya – Alka – Richard. Aber Fremde werden an einem Ort wie diesen sehr schnell zu Freunden und sie umarmen die Tatsache, dass dies nicht Deutschland ist und die Sache mit dem sich aufeinander zubewegen hier sowieso eine ganz andere Rolle spielt. Tage vergehen schnell – vier Stunden Arbeit ist nichts und der Geruch nach Räucherstäbchen und Vanillekerzen verwandelt alles nur in einen dumpfen Nebelschleier, den keiner von ihnen greifen kann.

Sie erhalten eine Nachricht, die sie überrascht und sie wissen nicht wirklich, wie sie sie einordnen sollen. Isabelle geht – in einer Woche – und sie sind nicht wirklich darauf vorbereitet. Im Gegenteil. Sie haben alle damit gerechnet sie wieder zu sehen, zumindest an diesem Ort. Aber es sollte nicht sein und sie haben noch immer die Cote d’Azure oder Dijon – je nachdem, was sich zuerst findet. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass sie drei Monate miteinander verbracht haben und nicht alle Veränderungen gut sind.

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Das Haus von Tanmaya und Roger verschwindet – für eine Woche. Nude Yoga Retreatment.

Katharina und sie leben in einem Wohnwagen mit Außendusche und einer Toilette, die diesen Namen eigentlich nicht verdient. Da ist keine wirkliche Arbeit, nur Sonne und Entspannung und das laute Schreien des Kookobara.

Roger kommt abends und keiner von ihnen kann sich wirklich ein Lachen verkneifen. Katharinas Stimme hallt in ihrem Kopf wieder.

Are you naked all the time? – Yeah, pretty much…

An einem Ort, an dem Zeit keine Rolle spielt vergeht diese einfach viel zu schnell. Ein Augenaufschlag und zwei Wochen sind vorbei. Sie haben keinen richtigen Plan, oder sie haben einen sind sich aber nicht sicher ob es der richtige ist. Was auch immer, sie stecken in diesem merkwürdigen Limbus fest, unfähig vor oder zurück zu gehen und keiner hat wirklich den Mut eine Entscheidung zu treffen.

28.1.11 07:10
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


tiffilein (5.2.11 00:20)
....toll...<3

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