It\'s like there has never been a problem
I'm an author by birth. There's no choice in this matter.
"I shall wear necklaces and a white dress without sleeves at night. There will be parties in brilliant rooms; and one man will single me out and will tell me what he has told no other person. He will find in me some quality, some peculiar thing. But I do not want to be fixed, to be pinioned. I tremble, I quiver, like the leaf in the hedge, as I sit dangling my feet, on the edge of the bed, with a new day to break open. I have fifty years, I have sixty years to spend. I have not yet broken into my hoard. This is the beginning." - Virginia Woolf, The Waves
Whether Paris or Rome

Paris verliert seinen Zauber niemals. Das ist eine der Tatsachen, an denen sie sich festhält, während sie gegen Menschenmassen ankämpft und versucht Luft zum Atmen zu finden. Es ist anders – jedes Mal – und vielleicht ist dies der Grund, aus dem sie zurückkehren muss. Womöglich ist es auch einfach eine verquere Obsession, die sie einfach nicht mehr loslässt.

Dieser Drang sich einfach von der Eintönigkeit des Alltags zu lösen. Aber diesmal ist Steffi dabei und es ist befreiend und hinderlich zugleich. Sie kann sich nicht entscheiden, aber sie tendiert in Richtung des positiven, auch wenn mehr Dinge schiefgegangen sind als beim letzten Mal.

Worte, die nun eigentlich tief in ihre Haut eingebrannt sein sollten stecken noch immer in ihrem Kopf fest und es ist schwer sie nicht heraus zu schreien und der einzige Trost ist die Tatsache, dass sie weiß, dass es Steffi genauso geht. Aber da sind Sacré Coeur und Youri und sie weiß, dass es immer noch Dinge gibt, die die Seele heilen. Dort oben ist es einfach sich zu bewegen und das Unmögliche scheint doch so nah zu sein, dass sich ein Funken Hoffnung bemerkbar macht. Kitzelnd. Kaum greifbar.

Die Menschen schieben sich noch immer in Wellen vor ihren Füßen entlang – sie stolpert, fällt und der schmerzende Kopf hilft ihr dabei auf dem Boden der Tatsachen zu bleiben. Kein Traum hält ewig und ohne Montparnasse und Serge Gainsbourgs Grab scheint sowieso etwas zu fehlen. Ein Grund noch einmal in Illusionen zu versinken, die sie eigentlich nie zulassen wollte.

Francesco erscheint wie aus dem Nichts und verschwindet im Schatten ihrer Erinnerungen. Irgendwo ist da ein Lachen, dass noch lange in ihrem Kopf existieren wird und Steffi versteht es – zum Teil. Es geht nicht um Sehenswürdigkeiten, Eiffelturm, Notre Dame und eine Brücke, die für die Beiden symbolisiert, als sie sollte. Vielmehr ist es die Hoffnung, sich nicht gänzlich in allem zu verlieren.

Ihre linke Hand zittert, als sie in den Flieger steigt denn der Abschied ist ihr schon immer am schwersten gefallen. Die Möglichkeit einfach dort zu bleiben und in diesem Traum zu leben ist niemals völlig greifbar. Sie ist feige oder auch nicht. Manchmal kann sie sich nicht entscheiden. Aber es ist näher an Zuhause als gewöhnlich, auch wenn sie in der Zwischenzeit die Bedeutung des Wortes ‚Zuhause‘ vergessen hat.

Alles scheint so schrecklich schwer in Worte zu fassen zu sein. Atmen. Weitergehen. Verfluchter Kreislauf.

Fuck you.

10.4.12 19:33
 


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